Piet Blanken, 1963, Effretikon

Kunst entsteht beim Finden von dem, was gar nie verloren ging.

Die Kontinuität ist der wohl treuste Begleiter beim Entstehungsprozess der Arbeiten von Piet Blanken.
Vergleichbar mit einem Pfad durch einen dichten Wald – häufiges Begehen fördert die Durchlässigkeit.
Diese ständige Auseinandersetzung mit den verschiedenen Projekten, dieses kurze Auftauchen von Ideen und Gedanken,
sind für den Künstler von ungemeiner Bedeutung. So entstehen immer wieder neue Impulse für Inspirationen.
Die ersten Momente dieser Inspirationen beinhalten vielleicht noch wenig von dem, was dann tatsächlich daraus entsteht.
Piet Blanken versteht sie als Wegweiser, um einen unbekannten Pfad zu begehen und Neues zu entdecken.
Die Sinnfrage wird dabei weitgehend ausgeklammert. Wichtiger ist für den Künstler,
dass er diese Inspirationen ernst nimmt und ihnen genug Raum für Entwicklung gibt.

Es ist wichtig, im Kopf Platz für Ideen zu haben…
…noch wichtiger ist es jedoch, daraus konkret etwas entstehen zu lassen.
Sei es kurz eine Skizze zu zeichnen, ein Foto zu schiessen, ein Papier zu falten oder einen Gegenstand zu bemalen. Es entsteht bereits etwas.
Plötzlich sitzt er vor einer solchen flüchtigen Darstellung, einem ersten umgesetzten Gedanken – ein erster Entwurf.
Jedes Verändern dieser Entwürfe birgt ein neues Kapitel in der Entstehung einer Arbeit und bringt den Künstler oft an Orte mit Überraschungspotenzial.

Die autodidaktische Arbeitsweise von Piet Blanken fördert diesen Entstehungsprozess auf vielseitige Weise.
Der Künstler begibt sich immer wieder in Gebiete, die eine unbekannte Seite beinhalten und stellt sich so dem Neuen.
Auf die Frage, wie lange er schon künstlerisch tätig ist, antwortet Blanken: „Seit der Kindheit, das machen wir eigentlich alle.
Wir zeichnen, wir basteln, wir kneten, wir schmieren und immer lustvoll und im Moment.
Kinder machen ihre Kunst ohne Hintergedanken, sie setzen um, was ihnen begegnet.
Dieses Unbeschwerte zu bewahren, sollte für uns alle ein grosses Ziel sein.
Es schlummert immer noch in uns allen, Zeit es neu zu entdecken.“

 

 

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